Gastbeitrag: Wenn die Schwangerschaftssymptome dein Studium gefährden

Diesen Beitrag hat meine Schwester Maggie für meinen Blog geschrieben, um anderen schwangeren Studentinnen Mut zu machen.

Das Studium in der Schwangerschaft zu absolvieren, war eine echte Herausforderung. Mein Freund und ich beschlossen aber das Kind zu behalten und ich war mehr als glücklich darüber. Lange sollte es ja nicht mehr dauern und ich dachte, es würde ein Spaziergang werden.

Meine Frauenärztin hat mir von Anfang an gesagt, dass eine Schwangerschaft keine Krankheit ist und genau das habe ich mir auch eingeprägt. Natürlich merkt man in der Frühschwangerschaft nicht viel von dem, was im Körper passiert. Dafür ist es viel zu schwer die ersten Schwangerschaftsanzeichen zu erkennen, wenn man das erste Mal schwanger ist. Dennoch allein das Wissen reichte aus, dass ich mich täglich glücklich fühlte. Ich hatte keine Probleme mit Übelkeit und das war auch gut so. Denn von Anfang an hatte ich mich mit Freundinnen beraten, denen es ebenso wie mir ergangen ist und die das Problem kannten. Aus dem Grund habe ich dann aber auch alles ein wenig ruhiger angehen können.

Natürlich sind wir nicht sofort los gerannt und haben Kindermöbel oder Kleidung gekauft. Das wollte ich alles nach hinten aufschieben, weil mein Studium mir wichtiger erschien. Jedoch kann ich hier berichten, je weiter die Schwangerschaft vorangeschritten ist, umso schlimmer wurde es.

Das lange Sitzen hat mir ganz schön zu schaffen gemacht und als mein Baby sich dann auch noch auf den Weg ins Becken gemacht hat, konnte ich nicht mehr lange sitzen.

Meine Hüften brannten und ich wusste nicht, wie ich es mir noch auf den harten Stühlen im Vorlesungsraum gemütlich machen sollte. Ich hatte Glück und eine Professorin gab mir den Rat, mir einfach ein dickes Kissen mit zubringen. Na klar, das war noch mehr Ballast, aber das hat sich gelohnt. Auch überhaupt, ist meine Uni sehr entgegenkommend für angehende Mütter und informiert diese auch gut auf ihrer Internetseite.

Am Ende habe ich nur noch die Kurse besucht, die wirklich nötig waren und da ich immer auf der Suche nach der nächsten Toilette war, konnte ich mich kaum noch konzentrieren. Zudem hat sich mein Baby immer mehr bewegt und das war besonders aufregend aber gleichzeitig auch eine Ablenkung.

Wenn wir einen Test geschrieben haben, war es schon ein komisches Gefühl, als ich es bemerkt habe. Heute lache ich über die Situationen, denn ich habe von Freundinnen erfahren, dass es mich auch hätte schlimmer treffen können. Noch schlimmer wäre gewesen, wenn ich eine typische Übelkeit entwickelt hätte. Dann hätte ich die ganze Zeit einen Eimer mit mir herumtragen müssen. Leider waren die Toiletten meist sehr weit entfernt und ich glaube eher nicht, dass ich es rechtzeitig geschafft hätte. Man muss sich schon zwingen, sich zu konzentrieren.

Bei den Arbeiten zu Hause kann man das noch gut überbrücken. Aber wenn man sich konzentrieren muss, dann ist es eher störend.

Natürlich liebe ich mein Kind und ich möchte auch die Schwangerschaft nicht missen. Ich hätte sie aber doch anders geplant.

Denn im Studium war es für mich eher schwer. Ich muss ohnehin sehr viel lernen und wenn man dann noch die ganze Zeit abgelenkt wird, kann das nichts Gutes bedeuten.

Aber ich gebe zu, ich habe es auch mit Kugelbauch geschafft und heute meinen Abschluss. Es hat zwar etwas länger gedauert, weil ich mich nach der Geburt erst um mein Baby gekümmert habe, aber mittlerweile stehe ich fest im Beruf und ich bin stolz darauf, dass ich beides gemeistert habe.